Referenz Javelin Barracks, Brüggen-Elmpt
Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden, am Ende der A
52 in Richtung Roermond, liegt Elmpt. Dieser beschauliche Ort
beherbergt neben einer ausgezeichneten Pommesbude auch einen der bis
2001 wichtigsten Flugplätze für Kampfflugzeuge der Britischen Royal
Navy in Deutschland. Seit 2001 aber ist das Flugfeld für Kampfjets
gesperrt und wird nur noch von Militärhubschraubern genutzt. Das
Kasernengelände wird seitdem für die Truppen genutzt, die in den Irak
verlegt werden.
Seit 2006 sanieren wir in den
Javelin Barracks für das BLB Krefeld Kanäle und Schächte in
geschlossener Bauweise, also im Inlinerverfahren. Die Arbeiten decken
unser gesamtes Leistungsspektrum ab.
Neben der Kanalreinigung und TV-Kanalinspektion der Kanäle
kommt auch unser neuer Roboter zum Einsatz,
um einragende Stutzen, verfestigte Ablagerungen oder Wurzeln zu
entfernen. Sind diese Arbeiten erledigt, beginnt unsere
Sanierungsanlage damit, die zuvor gereinigten
Kanäle mit dem Inlinerverfahren auszukleiden.
Dabei werden am Tag
zwischen 50 und 120 m Kanal in den Dimensionen DN 150-250 saniert. Für
einen Kanal DN 250 werden pro lfdm z.B. ca. 4,2 kg Harz/Härtergemisch
benötigt. Was sich für den Moment nicht so großartig anhört, sich aber
ändert, sobald man das Gewicht mit der Inlinerlänge multipliziert. Bei
diesen Mengen bekommen wir natürlich unbürokratische Hilfe, meist von
der Betonsanierungskolonne.
Für die langen und größeren Inliner kommt seit Oktober unsere neue
Prozessorgesteuerte Heizanlage zum Einsatz, die es mit Ihren knapp 450
kW ohne Probleme ermöglicht, die kunstharzgetränkten Schläuche schnell,
(fast) eigenständig und somit wirtschaftlich und vor allem entsprechend
der Qualitätsvorgaben auszuhärten.
Bis jetzt haben wir in Elmpt ca. 4,5 km Inliner unter die Erde gebracht.
Nach
der Sanierung der einzelnen Haltungen nimmt sich die
Betonsanierungskolonne die
Schächte vor. Nach einer Hochdruckreinigung (350 bar) – dem Wasser wird
zusätzlich Quarzsand beigemischt – werden die vor allem durch biogene
Schwefelsäure angegriffenen Betonoberflächen wieder neu profiliert und
anschließend mit kunstharzmodifiziertem Mörtel beschichtet.
Erstmals
haben wir einen Teil der bis zu 6 m tiefen Schächte maschinell
gereinigt und anschließend im Schleuderverfahren (ebenfalls maschinell)
beschichtet – das Ergebnis kann sich sehen lassen!
In Summe sind bis Ende November ca. 16 t Ergelit von Hand (!) verarbeitet worden.
Bis
jetzt sind sowohl Auftraggeber wie auch die Briten (als Geldgeber) mit
unserer Arbeit sehr zufrieden – und wir sind es mit unseren Kolonnen
auch!
|